Chronik der Altschützengesellschaft Lohholz e.V.

Die Schützengesellschaft Lohholz wurde im Jahre 1901 gegründet und "bezirksamtlich angemeldet". Erster Schützenmeister war Leonhard Feuerer.

Ihre Heimat hatten die Lohholzer Schützen am Anfang im Gasthaus Seiderer. Geschossen wurde damals in der Gaststube. Die Schießstände mußten jedesmal auf- und wieder abgebaut werden.

Die noch vorhandenen Aufzeichnungen unseres Vereins reichen bis in das Jahr 1926 zurück. Das erste Schriftführerbuch, so ist vermerkt, ging verloren. In jenem Jahr erhielt der Verein den Namen "Altschützengesellschaft Lohholz" und trat dem Bayerischen Schützenbund bei.

1927 wurde die Schützenkette angeschafft, die auch heute noch dem Schützenkönigen umgehängt wird.

Auch damals schon wurde den Vereinsmitgliedern abseits der Schießstände Unterhaltung geboten. So genehmigte 1926 der Ausschuß ein Schubkarrenrennen und nach dem Endschießen 1928 fand ein Hunderennen statt.

In diesem Jahr unterlief dem damaligen Kassier ein kleines Mißgeschick: Bei der Mitgliederversammlung am 02.03.1928 konnte der Kassenbericht nicht vorgenommen werden, da er sein Buch zu Hause vergessen hatte. Wie in diesem Fall dann Verfahren wurde ist leider nicht bekannt.

Ebenfalls unbekannt ist der Grund, warum bei der Versammlung im Oktober 1929 die Aufnahme eines Kandidaten in die Schützengesellschaft mit 16 Gegenstimmen verneint wurde.

Ab 1935 und während der Kriegsjahre kam der Schießbetrieb, wie auch bei vielen anderen Vereinen, zum erliegen.

Auf Drängen der damaligen Jugend wurde 1951 der Verein unter Leitung von Ludwig Hellauer wiederbelebt. Erster Schützenmeister nach dem Krieg war Josef Kleinmeier.

Im darauffolgenden Jahr wurde ein Jubiläumsschießen zum 50-jährigen Bestehen des Vereins abgehalten. Der erste Preis war seinerseits ein Schafbock, der zweite Preis ein Bantzen Bier.

1953 wurden Überlegungen angestellt, sich mit den Kolbermoorer Schützenverein Bavaria und Wendelstein zusammenzuschließen. Doch bereits ein Jahr später hatte man diese Pläne wieder verworfen und leistete sich stattdessen neuen Schießstände. Dadurch fiel die Aufgabe des sogenannten Zielers (er hatte die Aufgabe, die erzielten Ringe anzuzeigen), weg.

Ebenfalls 1954 übernahm Josef Wirth das Amt des Schützenmeisters und behielt es bis 1959.

In dieser Zeit fanden jährliche Wanderhirsch- und Kameradsschaftsschießen mit den Kolbermoorer und Aiblinger Schützenvereinen statt. 1956 konnten sich die Lohholzer Schützen den Sieg im Wanderhirschschießen sichern.

1955 hatten die Lohholzer Altschützen vier Schützenkönige, ein Ereignis, das einem Verein selten beschieden ist. Ludwig Seiderer und Fred Reischl errangen die beiden Schützenketten der vereinigten Schützengesellschaft Bavaria-Wendelstein Kolbermoor, Hans Hobelsberger jun. war Gauschützenkönig und Franz Stocker war Schützenkönig in Lohholz.

Ab 1959 bis zu seinem Tod 1984 war Erasmus Kreil fast 25 Jahre unser Schützenmeister.

Bei der Generalversammlung am 07.10.1960 wurde der Antrag auf Teilnahme an den Rundenwettkämpfen abgelehnt. Aber schon ein Jahr später erkannte man, dass man den Lauf der Zeit nicht aufhalten konnte und stellt seitdem immer eine oder mehrere Mannschaften. Bereits 1964 war man innerhalb von nur 3 Jahren von der C- in die A-Klasse aufgestiegen.

Bei der Ausschuss-Sitzung am 15.01.1963 wurde nach einer heißen Diskussion die Aufnahme einiger Schützinnen gebilligt.

Im Jahre 1975 mußte der Schießbetrieb wegen neuer Gesetze und Verordnungen sowie wegen des Umbaus des Gasthaus Seiderer für eineinhalb Jahre eingestellt werden. In dieser Zeit kam man nach gründlichen Beratungen und Planungen zu dem Entschluss für den Bau eines eigenen Schützenheimes. Im Januar 1977 erfolgte der erste Spatenstich und unter tatkräftiger Mitwirkung vieler Schützen, Freunde des Vereins und nicht zuletzt der Familie Seiderer, auf deren Grund das Schützenhaus errichtet wurde, konnte mit dem Neubau begonnen werden. Nach über 2000 freiwillig geleisteten Arbeitsstunden wurde das Schützenheim mit seinen sechs Schießständen und dem gemütlichen Aufenthaltsraum 1978 fertiggestellt. Im Februar 1978 fand das erste Schießen unter Teilnahme von 17 Schützen statt, die kirchliche Weihe erfolgte am 20. Mai.

Im selben Jahr errang Markus Kumberger als erster die von der Familie Stocker gestiftete Jugendschützenkette.

Von da an gingen die Lohholzer Schützen mit noch mehr Elan an den Schießsport heran. Das Training der Jugend wurde verstärkt und auch die älteren Schützen gaben sich reichlich Mühe um nicht vor den Jungen zurückstecken zu müssen.

1982 organisierte man ein Jubiläumsschießen aus Anlaß des 80-jährigen Lohholzer Bestehens des Vereins. In diesem Jahr gewährte man den Schützen aus Pullach Obdach, bis sie eine neue Bleibe gefunden hatten. Vier Jahre später wiederholte sich dasselbe dann mit den Kolbermoorer Schützen, bis deren neues Schießheim fertiggestellt war.

1984 wurde Herbert Brenner sen. zu unserem ersten Schützenmeister gewählt.

1989 ließen wir unseren Verein nach vielen Diskussionen ins Vereinsregister eintragen und im darauffolgenden  Frühjahr wurde der Schießstand renoviert und die Wände mit Holz verkleidet.

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